Coronavirus

Für die Ärzteschaft

Testkriterien

  • Die Testung erfolgt gemäss den Testkriterien des Bundesamtes für Gesundheit (siehe Merkblatt «Verdachts-, Beprobungs- und Meldekriterien» Update vom 11.05.2020).
  • Personen mit Symptomen einer akuten Atemwegserkrankung (zum Beispiel Husten, Halsschmerzen, Kurzatmigkeit) mit oder ohne Fieber, Fiebergefühl, Muskelschmerzen und/oder einem plötzlichen Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinnes, sollen sich testen lassen. Die Dauer der Isolation ist abhängig vom Testergebnis.
  • Positiv getestete Patienten müssen bei entsprechender medizinischer Indikation bzw. entsprechend ihrem gesundheitlichen Zustand hospitalisiert oder zu Hause isoliert werden. Aufhebung der Isolation: 48 Stunden nach Abklingen der Symptome, sofern seit Symptombeginn mindestens 10 Tage verstrichen sind, immer in Rücksprache mit behandelnder Ärztin/behandelndem Arzt.

 

Empfehlungen zum Umgang mit erkrankten Personen

  • Alle positiv getesteten Personen isolieren sich. Je nach Gesundheitszustand erfolgt dies entweder zu Hause bzw. an ihrem Lebensort (Pflegeheim, Asylzentrum, Anstalten des Freiheitsentzugs, Hotel, Tagesstätte usw.) oder in einem Spital.
  • Positiv getestete Personen werden von der zuständigen kantonalen Stelle kontaktiert und halten sich an die Anweisungen zur Isolation, die sie zur Vermeidung einer Übertragung erhalten.
  • Dauer der Isolation am Lebensort für bestätigte COVID-19-Fälle mit leichten Symptomen immer in Rücksprache mit behandelnder Ärztin/ behandelndem Arzt: Bis 48 Stunden nach Abklingen der Symptome, sofern seit Symptombeginn mindestens 10 Tage verstrichen sind. Bei plötzlichem Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns: Es kann länger dauern, bis sich die Geruchs- und Geschmacksnerven erholen. Daher kann die Isolation aufgehoben werden, wenn der Verlust des Geruchs- und/oder Geschmackssinns als einzige Symptomatik nach dieser Zeit noch weiterbesteht.
  • Dauer der Isolation für hospitalisierte COVID-19-Fälle: Die Dauer der Isolation im Spital hängt von der Schwere der vorhandenen Symptome ab. Sie wird in spezifischen Empfehlungen von Swissnoso, dem Nationalen Zentrum für Infektionsprävention, festgelegt, die auf der entsprechenden Website zu finden sind. Bei einer Rückkehr nach Hause oder einer Verlegung in eine andere Einrichtung muss die Isolation, wie von Swissnoso beschrieben, weitergeführt werden: Swissnoso: Covid-19
  • Massnahmen bei symptomatischen Personen mit negativem Test (wahrscheinlich kein COVID-19-Fall), die nicht hospitalisiert werden müssen: Eine Person mit negativem Testergebnis und Symptomen, die mit COVID-19 kompatibel sind, soll bis 24 Stunden nach Abklingen der Symptome zu Hause bleiben (unabhängig davon, wieviel Zeit seit Symptombeginn vergangen ist), wie es zur Kontrolle der Ausbreitung anderer Atemwegsinfektionen (z. B. Grippe) empfohlen wird. 

Empfehlungen zum Umgang mit Kontaktpersonen von erkrankten Personen

  • Das Contact Tracing wird empfohlen für alle via PCR nachgewiesenen positiven Ergebnisse (Labormeldung) und für alle Situationen, die der Meldepflicht für klinische Befunde unterliegen (vgl. Meldekriterien)
  • Definition von Kontaktpersonen: Kontaktpersonen sind Personen mit einem wie unten definierten engen Kontakt zu einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall von COVID-19:
    - als dieser symptomatisch war, oder
    - in den letzten 48 Stunden vor dem Auftreten der Symptome
  • Besondere Situation: Wenn die positiv getestete Person keine Symptome aufwies (z.B. bei einem Ausbruch in einer kollektiven Unterbringungsstätte getestete Person), beginnt der beim Contact Tracing zu berücksichtigende Zeitraum 48 Stunden vor der Probenahme und reicht bis zur Isolation der getesteten Person.
  • Asymptomatische Kontakte einer erkrankten Person werden unter Quarantäne gestellt, wenn sie mit einem bestätigten oder wahrscheinlichen Fall (vgl. Meldekriterien) in Kontakt gekommen sind. Die Quarantäne wird von der zuständigen kantonalen Stelle angeordnet.
  • Die Kontaktpersonen gehen für 10 Tage ab dem letzten Kontakt mit dem Fall (falls Person, die nicht im selben Haushalt wohnt) oder ab dem Tag, an dem die erkrankte Person isoliert wurde (falls Person, die im selben Haushalt wohnt) in Quarantäne. Sie sollen ihren Gesundheitszustand überwachen und jeden Kontakt mit anderen Menschen vermeiden (mit Ausnahme derjenigen, die sich ebenfalls im selben Haushalt in Quarantäne befinden); sich bei Auftreten von Symptomen isolieren (gemäss Anweisungen auf der Website des BAG) und sich testen lassen.
  • Diejenigen Kontaktpersonen, die bereits eine mittels PCR bestätigte Infektion in den letzten 3 Monaten gehabt haben, können von der Quarantäne befreit werden. Der derzeitige Kenntnisstand erlaubt es nicht, Empfehlungen zur Anwendung der Serologie für die Aufhebung von Quarantänemassnahmen abzugeben.
     

Meldepflicht durch Ärztinnen und Ärzte

Ärztinnen und Ärzte bzw. Spitäler melden gemäss Meldekriterien an das Kantonsarztamt und das BAG: 

Für Fragen der Ärzteschaft hat die Ärztegesellschaft Zürich (AGZ) eine Hotline eingerichtet: Telefon 058 400 99 99. Sie wird hierbei durch die Bezirksärztinnen und -ärzte unterstützt.