Gesundheitsberufe

Coronavirus SARS-CoV-2 (ehemals 2019-nCoV)

Erkrankung COVID-19 am neuen Coronavirus SARS-CoV-2 (ehemals 2019-nCoV)

Die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich hat «Weisungen zum Vorgehen mit Verdachtsfällen von COVID-19, verursacht durch das neue Coronavirus SARS-CoV-2» erlassen, die auch im Kanton Schaffhausen übernommen werden und die Regelungen des BAG ergänzen. Sie gelten bis zum Vorliegen nationaler Richtlinien und können bei Bedarf angepasst werden. Die Weisungen gliedern sich in die Standard Operating Procedures «SOPs COVID-19 ZH und SH», die sich an die gesamte Ärzteschaft richten, und das «Spitalkonzept COVID-19 ZH und SH», das sich in erster Linie an die Spitäler richtet.

Das Wichtigste zu den Weisungen in Kürze

  • Eine Abklärung von Verdachtsfällen ist in Zürich und in Schaffhausen weiterhin explizit nicht in den Arztpraxen und ambulanten ärztlichen Institutionen vorgesehen, sondern in den designierten Abklärungsspitälern.
  • Der Transport dorthin erfolgt durch die Rettungsdienste nach idealerweise telefonischer Vortriage durch Hausärztin, Hausarzt oder Ärztefon 0800 33 66 55.
  • Designierte Abklärungsspitäler sind Universitätsspital Zürich, Stadtspital Triemli, Kinderspital Zürich, Kantonsspital Winterthur, Klinik Hirslanden (ohne Klinik im Park), Spital Bülach, Spital Uster, GZO Spital Wetzikon und Spital Limmattal.
  • Neu gibt es zusätzlich die Möglichkeit eines «Home Testing» durch die Infektiologie des Universitätsspitals Zürich für Verdachtsfälle, bei denen aufgrund der klinischen Situation eine Einweisung ins Spital vor dem Vorliegen einer Laborbestätigung von SARS-CoV-2 nicht notwendig ist. Auch hier erfolgt die telefonische Vortriage durch Hausärztin, Hausarzt oder Ärztefon 0800 33 66 55.
  • Für den Fall, dass trotzdem Verdachtsfälle in einer Arztpraxis oder einer ambulanten ärztlichen Institution erscheinen, enthalten die «SOPs COVID-19 ZH und SH» konkrete Verhaltensempfehlungen. Für den Fall, dass trotzdem Verdachtsfälle in der Notfallstation eines Spitals erscheinen, das kein designiertes Abklärungsspital ist, enthält das «Spitalkonzept COVID-19 ZH und SH» konkrete Verhaltensempfehlungen.
  • Die Entnahme von Proben auf SARS-CoV-2 sowie die Meldung an den kantonsärztlichen Dienst erfolgt durch die designierten Abklärungsspitäler.
  • Personen ohne Beschwerden sollen weiterhin nicht getestet werden, auch wenn sie in China, in Norditalien oder in anderen betroffenen Gebieten waren.
  • Ein vom BAG angekündigt breites Screeningprogramm für SARS-CoV-2 ist noch nicht in Kraft. Deshalb sind in den Kantonen Zürich und Schaffhausen keine Tests für SARS-CoV-2 ausserhalb der in diesen Weisungen definierten Bedingungen vorgesehen.
  • Die Untersuchungsresultate des IMV UZH werden vom kantonsärztlichen Dienst Zürich für die Beurteilung von Verdachtsfällen und für die Festlegung des weiteren Vorgehens anerkannt. Die Analysen am nationalen Referenzzentrum in Genf erfolgen weiterhin parallel zuhanden des BAGs. Weitere Labors, die eine Anerkennung ihrer Resultate wünschen, müssen dies vorgängig beim kantonsärztlichen Dienst beantragen.
  • Das Vorgehen mit Kontaktpersonen von bestätigten Fällen ist vom kantonsärztlichen Dienst geregelt, Quarantäne kann nötigenfalls mit Unterstützung des Zivilschutzes sichergestellt werden.
  • Das BAG betreibt nationale Hotlines. Bezüglich der Umsetzung in den Kantonen Zürich und Schaffhausen können die Bezirksärzte und der kantonsärztliche Dienst weiter Auskunft geben.