Gesundheitsberufe

Betäubungsmittel

Ärztinnen und Ärzte, die bei Patientinnen und Patienten mit Opioidabhängigkeit eine Suchtbehandlung mit Methadon (als Razemat oder Levomethadon), Subutex® oder Morphin durchführen möchten, benötigen neben der kantonalen Bewilligung der fachlich eigenverantwortlichen Berufsausübung als Ärztin/Arzt (Berufsausübungsbewilligung)  zusätzlich eine Bewilligung der Gesundheitsdirektion.

Voraussetzungen für die Bewilligung:

  • Gültige, nicht eingeschränkte Berufsausübungsbewilligung im Kanton Zürich
  • Besuch der Veranstaltung «Einführung in die Substitutionsbehandlung». Die nächste Einführungsveranstaltung findet voraussichtlich im Juni 2019 statt.
    Die letzte Einführungsveranstaltung fand am 14. Juni 2018 statt. Die Präsentation zum Thema «Substitutionsbehandlungen aus der Sicht des kantonsärztlichen Dienstes» finden Sie hier:

Die Bewilligung kann mit dem folgenden Gesuchsformular beantragt werden: 

Diese Bewilligung berechtigt allgemein zur Durchführung solcher Behandlungen gemäss den nachfolgenden Richtlinien; sie ist nicht auf einzelne Patientinnen oder Patienten be-schränkt. Aufnahme und Beendigung solcher Behandlungen sind jedoch dem Kantons-ärztlichen Dienst zu melden. Die entsprechenden Formulargarnituren können per E-Mail bei der Administration Medizin (kantonsarzt.sekretariat@gd.zh.ch) oder mit dem Bestellformular (siehe unten) bestellt werden.

Für Suchtbehandlungen von betäubungsmittelabhängigen Patientinnen oder Patienten mit anderen, dem Betäubungsmittelgesetz unterstellten Substanzen, wie z.B. mit Benzodiazepinen, muss von Gesetzes wegen in jedem Einzelfall eine Bewilligung des Kantonsärztlichen Dienstes eingeholt werden.

Folgende Richtlinien basieren auf dem Bundesgesetz über die Betäubungsmittel und die psychotropen Stoffe (SR 812.121, BetmG), den Betäubungsmittelsuchtverordnungen des Bundes (SR 812.121.1, BetmKV; SR 812.121.6, BetmSV), der Betäubungsmittelverzeichnisverordnung (SR 812.121.11, BetmVV-EDI) sowie der Kantonalen Heilmittelverordnung (LS 812.1, HMV).

Behandlungs- und Beratungsstellen gemäss Artikel 3c Betäubungsmittelgesetz

Gemäss Artikel 3c des eidgenössischen Betäubungsmittelgesetzes können Amtsstellen und Fachleute im Erziehungs-, Sozial-, Gesundheits-, Justiz- und Polizeiwesen Fälle von ─ vorliegenden oder drohenden ─ suchtbedingten Störungen den zuständigen Behandlungs- oder Sozialhilfestellen melden. Im folgenden Dokument sind die entsprechenden Stellen für den Kanton Zürich aufgelistet.

MonAM: Das Monitoring-System für Sucht und nichtübertragbare Krankheiten

Am 9. Oktober 2018 ist MonAM, das Monitoring-System für Sucht und nichtübertragbare Krankheiten (NCD), gestartet. Es besteht aus 135 Sucht- und NCD-relevanten Indikatoren und erlaubt es, Suchtverhalten und NCDs in der Bevölkerung zu beobachten und passende Massnahmen zu entwickeln.

Aktuell befindet sich MonAM noch in einer Testphase. Fachleute sowie Expertinnen und Experten sind dazu aufgerufen, die Datenbank auszuprobieren. Je intensiver MonAM getestet wird, desto besser kann das Tool im Anschluss weiterentwickelt werden.