Behörden & Politik

Indikationsqualität: Ambulant vor stationär

Der medizinische Fortschritt macht es möglich, dass Patientinnen und Patienten bei immer mehr Behandlungen und Untersuchungen noch am gleichen Tag nach Hause gehen können. Mit der gezielten Förderung von Behandlungen, die sich aus medizinischer Sicht ohne Nachteile ambulant statt stationär durchführen lassen, trägt der Kanton Zürich sowohl dem verbreiteten Patientenbedürfnis Rechnung, einen unnötigen stationären Spitalaufenthalt zu vermeiden, als auch der Forderung, die Gesundheitskosten mit konkreten Massnahmen spürbar zu senken.

Mit der Änderung des Spitalplanungs- und -finanzierungsgesetzes (SPFG) hat der Kantonsrat an der Sitzung vom 12. Juni 2017 die gesetzliche Verankerung dazu geschaffen. Inzwischen sind auch die Rahmenbedingungen definiert, um das Projekt im Kanton Zürich per 1. Januar 2018 umzusetzen. Die nötigen Kriterien, Prozesse und Vorgaben hat die Gesundheitsdirektion in den vergangenen Monaten zusammen mit Fachexperten von Zürcher Spitälern erarbeitet und am 16. Juni 2017 vorgestellt.

Liste ambulant durchzuführender Behandlungen und Untersuchungen koordiniert

Die Liste der ambulant durchzuführenden Untersuchungen und Behandlungen wurde in Zusammenarbeit mit dem Kanton Luzern auf die Version 2019 aktualisiert. Einzige relevante Änderung ist eine kleine Ergänzung: bei 4.2 Perkutane transluminale Angioplastik inkl. Ballondilatation wurde ergänzt: i.d.R exkl. Zugang mittels einer Schleuse >6F. Die Liste umfasst auch alle vom Bund geregelten Eingriffe. 

Bei der hier publizierten Liste sind im Vergleich zur in der Gesetzessammlung publizierten Liste noch kleine redaktionelle Verbesserungen vorgenommen worden.

 

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