Behörden & Politik

Langzeitpflege- & Spitexversorgung

Pflegerin hilft einer Patientin aus dem Bett aufzustehen

Pflegeversorgung: Bedarfsprognose und Handlungsoptionen

Dokumente April 2018:

 

Dokumente und Unterlagen zur Medienkonferenz vom 5. April 2016: 

«Nationale Demenzstrategie 2014–2019» – Umsetzung im Kanton Zürich

Der Bund und die Schweizerische Konferenz der kantonalen Gesundheitsdirektorinnen und -direktoren haben im November 2013 die «Nationale Demenzstrategie 2014–2019» verabschiedet. In deren Umsetzung sollen die Akteure im schweizerischen Gesundheitswesen miteinbezogen werden – unter Wahrung der föderalistischen Aufgabenteilung zwischen Bund, Kantonen und Gemeinden.


Im Kanton Zürich ist die Auseinandersetzung mit der nationalen Strategie und deren Umsetzung im Rahmen eines intensiven Prozesses gestartet worden. Mit dem vorliegenden Bericht gibt die Gesundheitsdirektion umfassend Aufschluss über den aktuellen Stand. Der Bericht zeigt auf, zu welchen Erkenntnissen die Ist-Analyse, ausgerichtet an den von der nationalen Demenzstrategie vorgegebenen Handlungsfeldern, gelangt ist, welche konkreten Massnahmen sich daraus ergeben und wie das weitere Vorgehen aussieht.

Umgang mit Demenz - eine Verbundaufgabe: Medienkonferenz der Gesundheitsdirektion zusammen mit Gemeindepräsidentenverband, Alzheimervereinigung und Pro Senectute Kanton Zürich (12. Juli 2018)

5. Zürcher Demenzforum (12. Juli 2018)

Zürcher Demenzforum 2018

Am Donerstag, 12. Juli 2018 fand das fünfte Zürcher Demenzforum, organisiert von der Gesundheitsdirektion Kanton Zürich, statt.

Hier finden Sie die Statusberichte der Jahre 2015-2017: 

Konzept AIDA-Care

Im Rahmen der bisherigen Erörterungen bzgl. der Umsetzung der «Nationalen Demenzstrategie 2014–2017» ist im Kanton Zürich eine Versorgungslücke festgestellt worden; diese betrifft die aufsuchende Abklärung und Beratung von sozialisolierten, demenzerkrankten Personen.

Um diese Lücke zu schliessen, hat die Gesundheitsdirektion die Konzepterarbeitung für ein geeignetes Angebot in Auftrag gegeben. Dieses Projekt «Aufsuchende Individuelle Demenz-Abklärung und Beratung» (AIDA-Care) wurde im Sommer 2015 in die Vernehmlassung gegeben und in den Jahre 2016 und 2017 im Rahmen von Pilotprojekten geprüft:

  • Gesundheitszentrum Dielsdorf, in den Gemeinden des Zweckverbandes Gesundheitszentrum Dielsdorf
  • KZU Kompetenzzentrum Pflege und Gesundheit, in den Trägergemeinden des Kompetenzzentrums KZU im Zürcher Unterland
  • Stadt Adliswil, Gemeinde Thalwil und Gemeinde Horgen. für ihre Einwohnerinnen und Einwohner.

Momentan wird die Pilotphase wissenschaftlich durch die ZHAW evaluiert. Anschliessend wird die definitive Version des AIDA-Care-Konzeptes den Gemeinden zur Implementierung bereitgestellt.

Schlussbericht zur Analyse der Kostendifferenzen bei den Spitex-Organisationen

Pflegegesetz & Verordnung über die Pflegeversorgung

Seit 1. Januar 2011 sind das Bundesgesetz über die Neuordnung der Pflegefinanzierung und das darauf aufbauende neue Zürcher Pflegegesetz in Kraft. Damit haben sich die Zuständigkeiten und die Finanzierung im Bereich der ambulanten und stationären Langzeitversorgung grundlegend geändert.

Per Juni 2014 hat die Gesundheitsdirektion eine erste Evaluation veröffentlicht, in der die Praxistauglichkeit der neuen Regelungen im Kanton Zürich beurteilt wird. Insgesamt ist die Bilanz positiv. Einzelne Schwächen sind erkannt und ein entsprechender Handlungsbedarf wurde abgeleitet.

Akut- und Übergangspflege

Mit Wirkung ab 1. Januar 2011 wurde im Krankenversicherungsgesetz (KVG) die so genannte Akut- und Übergangspflege eingeführt. Dabei handelt es sich um Pflegeleistungen, die im Anschluss an einen Spitalaufenthalt auf spitalärztliche Anordnung während längstens zwei Wochen stationär in Pflegeheimen oder ambulant durch Spitex-Dienste erbracht werden. Zurzeit gelten für die Akut- und Übergangspflege folgende Tarife, an denen sich in den Jahren 2018 - 2020 die Gemeinden mit 55% und die mit Versicherer 45% beteiligen müssen (vgl. RRB Nr. 199/2017):

Pflegeheim

tarifsuisse ag (inkl. assura/Supra) Einkaufsgemeinschaft HSK CSS Kranken-Versicherungen AG  
Fr. 168/Tag Fr. 168/Tag1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 
 Fr. 178/Tag  Ab 1. Januar 2017 

Spitex

 tarifsuisse ag (inkl. Assura/Supra)Einkaufsgemeinschaft HSK CSS Kranken-Versicherung AG 
Massnahmen der Abklärung und BeratungFr. 121.22/hFr. 121.22/h Fr. 121.22/h 
Massnahmen der Untersuchung und Behandlung Fr. 119.24/h Fr. 119.24/h Fr. 119.24/h 
Massnahmen der Grundpflege Fr. 105.60/h Fr. 105.60/h Fr. 105.60/h 

Eine Beteiligung der Leistungsbezügerinnen bzw. der Leistungsbezüger an den Kosten der Akut- und Übergangspflege ist nicht zulässig.

Pflegefinanzierung / Kostenvergleiche

Die Zürcher Gemeinden, Heime und Spitexorganisationen können die Broschüre zur neuen Pflegefinanzierung gratis unter dem Stichwort «Pflegefinanzierung» bei der Kantonalen Drucksachen- und Materialzentrale KDMZ bestellen: E-Mail info@kdmz.zh.ch. Die Mindestbestellmenge beträgt 100 Stück.

Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter
Bei Problemen und Konflikten bietet die unabhängige Beschwerdestelle für das Alter, UBA Zürich und Schaffhausen, wertvolle Unterstützung an. Sie berät, schlichtet und vermittelt.

Telefon: 058 450 60 60
E-Mail: zuerich-schaffhausen@uba.ch

Wer darf pflegen?

Berufsmässige pflegerische Leistungen (Grund- und Behandlungspflege) sind im Kanton Zürich bewilligungspflichtig. Ausserhalb von Spitälern und Heimen (mit entsprechender Bewilligung) dürfen im Kanton Zürich nur Spitex-Institution oder Pflegefachpersonen mit Berufsausübungsbewilligung pflegerisch tätig sein.

Die Bewilligungspflicht gilt unabhängig davon, ob die Pflegekosten von einer Sozialversicherung übernommen werden. Bewilligungsfrei sind hingegen pflegerische Leistungen ausserhalb eines beruflichen Kontextes, z. B. bei der Pflege durch Angehörige.