Behörden & Politik

Langzeitpflege- & Spitexversorgung

Pflegerin hilft einer Patientin aus dem Bett aufzustehen

Pflegeversorgung: Bedarfsprognose und Handlungsoptionen

Dokumente April 2018:

 

Dokumente und Unterlagen zur Medienkonferenz vom 5. April 2016: 

«Nationale Demenzstrategie 2014–2019» – Umsetzung im Kanton Zürich

Informationen zur Umsetzung der nationalen Demenzstrategie, zum Zürcher Demenzforum, zum Projekt «Mäander» sowie zu weiteren aktuellen Projekten finden Sie auf der Seite «Demenz – ein gesellschaftliches Thema».

Schlussbericht zur Analyse der Kostendifferenzen bei den Spitex-Organisationen

Pflegegesetz & Verordnung über die Pflegeversorgung

Seit 1. Januar 2011 sind das Bundesgesetz über die Neuordnung der Pflegefinanzierung und das darauf aufbauende neue Zürcher Pflegegesetz in Kraft. Damit haben sich die Zuständigkeiten und die Finanzierung im Bereich der ambulanten und stationären Langzeitversorgung grundlegend geändert.

Per Juni 2014 hat die Gesundheitsdirektion eine erste Evaluation veröffentlicht, in der die Praxistauglichkeit der neuen Regelungen im Kanton Zürich beurteilt wird. Insgesamt ist die Bilanz positiv. Einzelne Schwächen sind erkannt und ein entsprechender Handlungsbedarf wurde abgeleitet.

Akut- und Übergangspflege

Mit Wirkung ab 1. Januar 2011 wurde im Krankenversicherungsgesetz (KVG) die so genannte Akut- und Übergangspflege eingeführt. Dabei handelt es sich um Pflegeleistungen, die im Anschluss an einen Spitalaufenthalt auf spitalärztliche Anordnung während längstens zwei Wochen stationär in Pflegeheimen oder ambulant durch Spitex-Dienste erbracht werden. Zurzeit gelten für die Akut- und Übergangspflege folgende Tarife, an denen sich in den Jahren 2018 - 2020 die Gemeinden mit 55% und die mit Versicherer 45% beteiligen müssen (vgl. RRB Nr. 199/2017):

Pflegeheim

tarifsuisse ag (inkl. assura/Supra) Einkaufsgemeinschaft HSK CSS Kranken-Versicherungen AG  
Fr. 168/Tag Fr. 168/Tag1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 
 Fr. 178/Tag  Ab 1. Januar 2017 

Spitex

 tarifsuisse ag (inkl. Assura/Supra)Einkaufsgemeinschaft HSK CSS Kranken-Versicherung AG 
Massnahmen der Abklärung und BeratungFr. 121.22/hFr. 121.22/h Fr. 121.22/h 
Massnahmen der Untersuchung und Behandlung Fr. 119.24/h Fr. 119.24/h Fr. 119.24/h 
Massnahmen der Grundpflege Fr. 105.60/h Fr. 105.60/h Fr. 105.60/h 

Eine Beteiligung der Leistungsbezügerinnen bzw. der Leistungsbezüger an den Kosten der Akut- und Übergangspflege ist nicht zulässig.

Pflegefinanzierung / Kostenvergleiche

Die Zürcher Gemeinden, Heime und Spitexorganisationen können die Broschüre zur neuen Pflegefinanzierung gratis unter dem Stichwort «Pflegefinanzierung» bei der Kantonalen Drucksachen- und Materialzentrale KDMZ bestellen: E-Mail info@kdmz.zh.ch. Die Mindestbestellmenge beträgt 100 Stück.

Unabhängige Beschwerdestelle für das Alter
Bei Problemen und Konflikten bietet die unabhängige Beschwerdestelle für das Alter, UBA Zürich und Schaffhausen, wertvolle Unterstützung an. Sie berät, schlichtet und vermittelt.

Telefon: 058 450 60 60
E-Mail: zuerich-schaffhausen@uba.ch

Wer darf pflegen?

Berufsmässige pflegerische Leistungen (Grund- und Behandlungspflege) sind im Kanton Zürich bewilligungspflichtig. Ausserhalb von Spitälern und Heimen (mit entsprechender Bewilligung) dürfen im Kanton Zürich nur Spitex-Institution oder Pflegefachpersonen mit Berufsausübungsbewilligung pflegerisch tätig sein.

Die Bewilligungspflicht gilt unabhängig davon, ob die Pflegekosten von einer Sozialversicherung übernommen werden. Bewilligungsfrei sind hingegen pflegerische Leistungen ausserhalb eines beruflichen Kontextes, z. B. bei der Pflege durch Angehörige.